VIVA LA VIDA

 

Ich weiß ihr hasst mich jetzt alle, aber wir hatten hier am Samstag 21grad und super blauen Himmel. Am Sonntag sah es so ähnlich aus und ich habe mich dann auf den Weg nach Süden gemacht. Ich wollte einfach mal schauen wohin mich der Weg führt. Zuerst habe ich an der Hotelhochburg Cala de Mallorca angehalten. Das sind drei Calas die touristisch miteinander verbunden sind! Ich habe aber wieder irgend so einen anderen Weg gefunden und war dann ganz weit weg von den Hotelklötzern. Man konnte direkt an die Felsen ran und hat das wunderschöne türkisfarbene Wasser gesehen. Ich muss hier aber auch mal erwähnen, dass ich für euch manchmal ziemlich enge und steile Wege langgehe. Das mach ich nur, damit ihr auch mal etwas anderes seht, als nur diese typischen Tourifotos. Falls ich mich eine längere Zeit nicht melden sollte, dann bin ich bei den Felsen abgestürzt!! ;-) Anschließend bin ich zur Cala Murada gefahren, die Größte der drei Buchten. Im Moment ist hier noch ziemlich wenig los, so dass die Strände noch menschenleer sind, aber das ändert sich auch bald, dann sind diese einsamen Buchten von Touristen überfüllt. Auch das zeige ich euch noch!!! ;-)

Anschließend bin ich weiter Richtung Süden und habe an irgend so einen Bucht angehalten. Die steht in keinem Reiseführer und ist auch ganz klein, aber man kann von dort aus superschön Richtung Cala D´Or schauen. Die Häuser sind alle ganz weiß und im Sonnenuntergang leuchten die richtig toll. Ich war mit Anke schon mal dort und habe auch Einiges wiedererkannt, aber ich muss dort wohl noch mal länger hin, denn es hat sich viel verändert.

Es ist so schön, dass man hier einfach mal drauflos fahren kann und immer entdeckt man etwas Neues. So bin ich bei einer kleinen Bucht gelandet. Sie war auch nur ganz selten Ausgeschildert und im Reiseführer ist sie auch nicht erwähnt. Aber von da aus konnte man durch ein kleines Wäldchen zu vielen anderen Buchten laufen. Das Wasser hatte dort wieder eine andere Farbe. Ist echt faszinierend. Dort bin ich so einer komischen Truppe begegnet, die waren alle total versnobbt gekleidet und eigentlich total unpassend für den Strand (Hemd und Pulli um die Schultern, Anzughosen etc.) Ich habe mich echt gefragt was die dort zu suchen haben, aber ich habe dann mitbekommen, dass ich mein Auto neben einem „Präsentationsgelände“ geparkt hatte. Jetzt konnte ich mir auch die versnobbten Typen erklären! ;-) Für die Mercedesfans unter uns habe ich auch gleich mal ein paar Fotos gemacht. Es ist wohl die neue E-Klasse. Recht schick, aber leider nicht in meinem Finanzierungsrahmen! ;-)


 
 

Beim dritten Anlauf hat es endlich geklappt. Ich war in Sa Calobra. Als ich gestern aus dem Fenster geschaut habe und diesen super blauen Himmel gesehen habe, war mir klar, heute machst du diesen Tagesausflug. Da ja die kürzere Straße immer noch gesperrt ist, musste ich also nach Palma (ca. 70km), von dort Richtung Soller (ca. 30km) und dann noch ein paar Kilometer (gefühlte 100km) Richtung Sa Calobra. Ab Soller ist die Straße so kurvig und steil, dass man ab uns zu schon ein bisschen schiss bekommt. Die bekloppten Radfahrer tuen ihr Übriges dazu, da sie nicht am Straßenrand fahren, sondern mitten auf der Straße. Jetzt ist ja noch Nebensaison, so waren wenigstens nicht so viele Autos und Touribusse unterwegs, da konnte man auch überholen. Die Landschaft ist wirklich sehr schön und auch abwechslungsreich, da man ca. 800 Höhenmeter überwindet. Ich kam an 2 schönen Stauseen vorbei, Felsgeröll und Schluchten. Da es an den Straßen ab und zu auch ein paar Haltebuchten gab, konnte ich auch mal die Aussicht genießen. Ansonsten fahre ich ja immer und muss mich auf die Straße konzentrieren. Als ich unterwegs mal ein Foto machen wollte, ist mir aufgefallen, dass mein Akku alle ist. Also hab ich den ganzen Weg auf mich genommen und kann keine Fotos machen *heul*. Naja, aber das ist ja so typisch. Ein Grund mehr nochmal hinzufahren ;-). Ich bin dann also auf diese berühmte Schlangenstraße abgebogen. Calobra = Natta, und ist circa 13km lang. Ein kleiner Auszug aus dem Reiseführer: „… 47000m³ Erde, Fels und Geröll mussten größtenteils ohne Maschinen bewegt werden.“ Gebaut wurde die Straße 1920 bis 1936 vom Ingenieur Parietti. Besonders an dieser Straße ist der „Krawattenknoten“, denn die Straße führt in einer 270grad Kurve unter sich selbst hindurch. Ist echt cool. Aber das war dann noch nicht alles an Highlights. Man fährt auf einmal auf den Abhang zu, denn die Straße macht eine 90grad Kurve und man sieht absolut nichts, denn alles ist vom Fels verdeckt. Man muss hupen um den anderen Autofahrer zu warnen. Auch ist die Straße so eng, dass nur ein Auto durch passt und wenn man dann noch Radfahrer vor einen hat, dann macht das echt Spaß (leichte Ironie). Aber das soll noch nicht das Schlimmste gewesen sein. Denn ich habe ja noch einen Verkehrsteilnehmer nicht genannt: Genau: die noch bekloppteren Motoradfahrer!!! Die schneiden die Kurven und liegen mit ihren Körpern schon auf deiner Spur (bzw. es gibt ja nur eine Spur) dass du jedesmal einen Herzkasper bekommst wenn die dir in den Kurven entgegengerasst kommen. Ich dachte echt ich sterbe da tausend Tode! Aber eines muss man ihnen lassen, es sieht unheimlich cool aus! Gefahr macht eben sexy! *megagrins* Also Jungs, lernt Motorrad fahren und zieht euch so einen tollen Lederkombi an!!! ;-) Ich bin dann endlich angekommen und war erstaunt, dass nur so wenige Leute da waren. Es war wirklich schön anzuschauen und ich bin dann noch durch 2 mehr oder wenig sichere Fußgängertunnel gelaufen um dann zum Torrent de Pareis zu kommen. Man kann dort ein ausgetrocknetes Flussbett, steil aufragende Felsen, schroffe Klippen und einen kleinen Geröllstrand sehen. Ist echt grandios. Nur konnte ich ja keine Fotos machen! Ich habe dann ein bisschen in der Sonne gesessen und einen Cappuchino für 3,65Euro getrunken. Echt wucher und das war auch nur ein Espresso mit Schlagsahne. Echt ne Abzocke! Auf dem Rückweg bin ich dann noch in Soller bzw. Port de Soller angehalten. Ist echt ein süßes kleines Örtchen mit einer schönen Hafenpromenade. Abschließend kann ich sagen, dass es ein ziemlich anstrengender Tag war, aber dass ich echt viel gesehen habe. Allein schon die Straßen sind einmalig und muss man sich anschauen (kleiner Wink an meine zukünftigen Gäste) ;-)

Ich bin ja immer noch auf der Suche nach „meinem“ Sport. Ich gehe da mal nach dem Ausschlussprinzip vor:
Wellenreiten – bin ich zu ungeduldig, da man immer auf „die“ Welle warten muss.
Renn- bzw. Mountainbike fahren – ich quäle mich doch nicht einen Berg hoch, bei denen ich schon mit dem Auto zu kämpfen habe. Außerdem ist die Unfallquote zu hoch.
Motorrad fahren – man ist als Frau definitiv eine Seltenheit, aber „hallo“ ich bin doch nicht bekloppt. Außerdem ist es zu teuer! ;-)
Kletter – fällt auch weg, da ich zu ungelenkig bin, viel zu viel schiss habe und ich festgestellt habe, dass Männer das mit freiem Oberkörper machen. Da hoffe ich mal nicht auf Gleichberechtigung! ;-) Aber bei Männern sieht das unheimlich toll aus, wenn sie so braungebrannt im Fels rumklettern, da man da ja die ganzen Muskeln sehen kann!! ;-)
Was gibt es noch: Segeln – ist zu versnoppt, genauso wie Golf.

Also, bleibt wohl doch nur am Strand mal schwimmen zu gehen! ;-)
Aber vielleicht entdecke ich ja auf meinen Touren noch eine andere interessante Sportart! ;-)


 
PALMA!! 03/05/2009
 

Mein erster Ausflug nach Palma! Am Freitag habe ich mich mit meiner Kollegin und ihrem Mann in Palma getroffen. Ich hatte am Anfang ja Mega schiss ob ich das Hotel überhaupt finde. Aber nach einem kleinen Umweg auf der Autobahn habe ich dann an der Plaja de Palma ihr Hotel und auch gleich einen Parkplatz gefunden! Mit dem Bus sind wir dann in die City gefahren und haben uns ein bisschen die Innenstadt angeschaut. An diesem Tag war gerade Tag der Balearen, bei dem die Leute ihre handwerklich hergestellten Produkte angeboten haben, so z.B. Wurst, Käse, Honig Holzarbeiten, traditionelle Kleidung etc. Es war wirklich sehr schön aber auch ein bisschen schlimm für mich, da ich gerade in der Fastenzeit auf Brot und Käse verzichte. Der Käse sah ja ssssssooooooooo lecker aus. Aber wir haben uns mit einem Cappuccino abgelenkt und sind dann weiter durch die kleinen Gassen Richtung einer kleinen Burg (ich weiß nicht mehr genau ob es eine Burg war), jedenfalls hatte man einen super Ausblick auf den Hafen und die vielen Palmen! Wir sind dann wieder zurück zur Bushaltestelle und sind Richtung Hotel gefahren. Der Strand von Palma ist super lang und auch recht schön. Auf der Promenade sind jetzt schon bei schönem Wetter ziemlich viele Menschen unterwegs (für meine Verhältnisse). Die beiden haben mich dann noch zum Essen in ihrem Hotel eingeladen, es war super lecker und es war auch nicht schlimm, dass es dort so leckeren Käse gab!! Danke nochmal für die Einladung!!!

Am Sonntag startete ich mal wieder einen Versuch na Sa Calobra zu fahren. Ich war über eine Stunde unterwegs um wieder ein Schild zu lesen, dass die Straße immer noch gesperrt ist. Ein netter Tankwart hat mir dann ein Foto von der Straße gezeigt, da liegen noch ziemlich große Felsbrocken rum und es wird wohl noch ewig dauern, eh die alle weggeräumt sind. Der einzige Weg der dort hin führt ist erst nach Palma zu fahren, dann nach Soller und von dort aus dann zur Bucht. Das sind circa mal 180km! Mal schauen ob sich das lohnt! ;-) Ich hab mich also wieder Richtung Palma aufgemacht und einfach geschaut in welche Richtung mich der Weg führt. Da das Wetter im Süden richtig toll war (der Norden war komplett zugezogen) blieb ich in Palma und bin an den Strand gegangen. Es wirklich super schönes Wetter und da es noch nicht so spät war habe ich mich mal mit dem Auto in die Stadt getraut!! Es war gar nicht so schlimm und ich habe sogar einen kostenfreien Parkplatz direkt am Hafen gefunden. Also, Auto geparkt und Richtung Kathedrale gelaufen. Da war ja noch dieses Fest und ich habe mir mal so ein paar komische Teigdinger gekauft. Die werden in heißem Fett gebacken und dann wird da Zucker drüber gemacht. Schmecken ein bisschen anders als die Dinger die es bei uns auf den Volksfesten gibt. War aber ganz gut. Ich bin dann noch durch die ganzen kleinen Gassen gelaufen. Ist echt wirklich schön und am Sonntag ist da auch nicht so viel los und man kann dort sich alles ganz gemütlich anschauen. War ein super schöner Tag, nur leider war ich ein bisschen einsam. Jetzt kommt langsam so die Zeit wo ich alle Leute vermisse. Es tut zwar gut auch mal alleine zu sein, aber irgendwie möchte man ja auch quatschen, Spaß haben und die Situationen gemeinsam mit den Freunden erleben etc.

Achso, bei uns hat vorgestern jemand geklingelt und ihr werden nicht drauf kommen wer das war!!! Die Zeugen Jehovas!!! ;-) Siehste, die gibt es auch hier!!! War wirklich ne witzige Sache.


 
 

Nachdem ich jetzt eine Woche Besuch hier hatte ist mein Leben wieder zum Alltag übergegangen. Aber die Tage waren ganz lustig. Thomas und Andrea kamen aus einem ziemlich kalten Deutschland hier in das 15grad wärmere Spanien. Das Hotel ist ganz ok, ich habe dort ein paar mal mit Abendrot gegessen und es war wirklich ganz gut. Ich habe mit den beiden ein paar kleinere Ausflüge gemacht. Wir sind zur Cala Mesquida und die beiden haben sich auch mal Arta angeschaut. Thomas hatte doch ein wenig Respekt vor dem spanischen Straßenverkehr. Er war ziemlich unentspannt beim Autofahren. ;-) Dies nahm ich zum Anlass mit den beiden mal eine Tour Richtung Cap de Formentor zu machen. Wer meinen Blog immer schön verfolgt, weiß, dass die Straßen dort extrem steil und ziemlich eng sind. Die ganzen Kurven taten ihr übriges dazu. *hihihihihi* Thomas war während der Fahrt erstaunlich ruhig und ich denke, ab diesem Tripp, hat er sich ein bisschen an das ganze Verkehrssystem hier in Spanien gewöhnt. Da hier ein ständiges Einbahnstraßensystem herrscht, kommen eben oft Autos aus den engen kleinen Gassen, aber daran gewöhnt man sich!! Auf dem Cup hatten wir noch ein tolles Erlebnis mit einer alten Dame. Sie hatte eine Binde mit 3 schwarzen Punkten um. Da fragt man sich doch, was eine fast blinde Frau auf einer Aussichtsplattform zu suchen hat. Man nimmt doch an, dass sie kaum noch etwas sieht evtl  nur noch Umrisse oder Schatten. Aber dann hat die Frau von der Intensität der Blautöne gesprochen, da musste ich so lachen und habe mich auch gleich verschluckt! Verarschung der Mitmenschen!! ;-)

Am Sonntag waren wir dann gemeinsam all-you-can-eaten!! Boa, war das lecker. Es gab Muscheln, Schnecken, Fisch, Fleisch und Salat in allen Variationen. Ich habe mich nicht übermäßig vollgefressen, so dass wir danach noch nach Calla Millor an den Strand gefahren sind. Andrea und ich sind spazieren gegangen und der faule Sack ist am Strand geblieben und hat auf der Decke geschlafen. Montags sind wir zum Abschied noch einen oder zwei leckere Cocktails trinken gegangen. War echt witzig und ich habe mich super gefreut das die beiden hier waren!! ;-) gerne wieder!!


 
 

Ich weiß, ich habe schon lange nichts mehr geschrieben, aber wenn ich ehrlich bin, ist auch nichts Spannendes passiert.

Am vorletzten Wochenende habe ich mich mal wieder in mein, mit günstigem Benzin betanktes, Auto gesetzt und bin einfach mal Richtung Berge gefahren. Dort hat mich dann der Weg zu einem sehr berühmten Ort geführt. Ich bin im Kloster Sant Lluc gelandet. Es liegt ziemlich weit in den Bergen und ist nur über eine sehr enge und doch relativ steile Straße zu erreichen. (Aber das sind irgendwie fast alle Straßen) Das Kloster ist sehr schön angelegt und es gibt davor einen riesigen Platz zum Grillen, spielen und zum Treffen. Ist wirklich sehr schön. Das Kloster selbst dient den vielen Wanderern als Unterkunft und man kann sich dort in der Basilika die schwarze Madonna anschauen. War mein erster Kirchenbesuch hier, aber war wirklich ganz schön. Die Spanier verehren die Madonna hier ziemlich stark und ich habe festgestellt, dass die eine ganz eigene Heiligenverehrung haben. Sie berühren die Figur und berühren dann mit der Hand den Mund. Auf dem Rückweg kam mir natürlich mitten in der Kurve ein riesen Bus entgegen. Ich musste dann irgendwie rückwärts fahren damit der Bus vorbeikommt. Aber das war ok, da der Busfahrer sehr nett war und mich nur angegrinst hat. ;-) Ich wollte dann weiter fahren und mir eine schöne tolle Bucht im Westen anschauen. Aber durch den Sturm war die Straße gesperrt und ich musste wieder umdrehen. Da stellte sich mir dann die Frage was ich jetzt mit dem angebrochenen Tag anfangen sollte. Zurück fahren oder mir ein anderes Ziel suchen. Ich entschied mich für Zweiteres und bin dann in den Süden nach Andratx gefahren. Dort lebt der ganze In-Schick von Deutschland (z.B. Dieter Bohlen). Aber das war ein einziger Reinfall. Dort war es so blöd, da ist es hier im Norden 100mal schöner. Der Ort liegt an einer Bucht und ist komplett zubetoniert mit Villen. Die ganzen Berge sind voll gebaut und der Ort hat seinen schönen Charme komplett verloren. Der Hafen ist voll von riesen Jachten und die Restaurants an der Promenade sind auch ziemlich teuer und auch nicht wirklich einladend. War mal ne Erfahrung zu sehen wie negativ sich Korruption auswirken kann (der ehemalige Bürgermeister sitzt deswegen im Knast). Also braucht man sich echt nicht antun und es gibt wesentlich schönere Ecken hier auf der Insel.

Am letzten Wochenende habe ich mal wieder eine Strandtour gemacht. Am Samstag war das Wetter so toll, dass ich mich mal nach Cala Millor aufgemacht habe. Ich war den ganzen Nachmittag am Strand spazieren. Wenn die Sonne dann langsam untergeht wird es hier auch ziemlich kalt und man merkt, dass es doch noch Winter ist. Am nächsten Tag habe ich mich dann wieder an meinen Lieblingsplatz begeben und habe mir vorgenommen mal ein bisschen zu wandern. An der Cala Mesquida gibt es einen Weg zu einem alten Leuchtturm. Den wollte ich mir anschauen. Beim Start war das Wetter noch richtig super, nur leider wurde es dann immer wolkiger und es hat sich ziemlich zugezogen. Da ich den ganzen Weg auch wieder zurück musste, bin ich dann nach dem ¾ Weg wieder umgedreht. War aber trotzdem eine 3 Stunden Tour. Wieder an der Cala angekommen, trennte mich nur noch ein kleiner Fluss von der Promenade. Ich wollte gerade rüber springen, da kam eine mega Welle und ich stand bis zu den Knien im Wasser. TOLL!!! Meine ganzen Schuhe, Socken und Hose nass. Die Schuhe und Socken habe ich gleich mal ausgezogen und bin dann barfuß zum Auto, Die Leute haben mich schon alle doof angeschaut. Aber Frau von Welt hat ja immer ein zweites Paar Schuhe und Socken im Auto. So konnte meine Tour dann weiter gehen und ich habe noch ein paar schicke Surfer beobachtet! *grins*


 
 

Vielleicht habt ihr ja in den Nachrichten mitbekommen, dass über dem spanischen Festland ein mega Sturm war. Natürlich wurde die Insel auch nicht verschont. Wir hatten am Samstag Windstärken von 120-150km/h, aber mit strahlend blauem Himmel und 19grad. Natürlich habe ich mich von dem Sturm nicht abhalten lassen und bin trotzdem ans Meer gefahren. Ich wollte mal sehen wie hoch die Wellen waren. Unterwegs lagen ziemlich viele Äste und Bäume auf den Straßen und auch einige Mauern sind umgekippt. Bei uns auf dem Grundstück hat es 3 große Bäume umgehauen und bei den casitas (kleine Ställe für die Schafe) sind die ganzen Dachschindeln auf die Straße geflogen. Die Wellen waren erstaunlich niedrig. Ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt. Aber der Wind kam auch von der anderen Seite. Dafür waren die Sandstürme schlimm. An dem Strand an dem ich war, gibt es viele Sanddünen und somit war ziemlich viel Sand in der Luft. Aber es war wirklich sehr schön auch wenn der Sturm z.T. ziemlich stark war. Es wurde richtig viel Treibholz angeschwemmt, aber leider kann man mit dem Auto nicht ranfahren um es mitzunehmen. Viele Leute schnitzen aus dem Holz richtig tolle Sachen bzw. ist das Holz durch die Wellen richtig schön ausgespült.

Bei uns geht jetzt die Mandelblüte los. Unser Campo sieht richtig schön weiß aus. Echt toll. Die Blüten riechen auch ganz toll. Erinnern mich extrem an Kirschblüten, aber da ich ja bekanntlich den grünen Daumen nicht geerbt habe, kann ich mich da auch täuschen! Beurteilt einfach mal selbst! Ach so, seit bitte nicht neidisch wegen dem strahlend blauen Himmel und den 18grad? ;-)


 
Sant Antoni 01/20/2009
 

 Am Wochenende war das ultimative Fest hier in Arta. Sant Antoni!!! Für alle Nichtwissenden die Vertreibung der bösen Geister und das gleichzeitige Segnen der Tiere. Aber keine Sorgen, wurde mir vorher auch alles erklärt. Also, am Freitag ging es also los. Zwei Dämonis sind in die Schulen gekommen und haben die Schüler und Lehrer aus ihren Klassen geholt. Mit Blaskapelle und Tanz ging es dann durch den ganzen Ort. Die Schüler hatten alle eine weiße Bluse bzw. weißes Hemd und ein rotes Tuch an. Wie die so alle durch die Straßen gelaufen sind, hat mich ganz stark an die alte Pionierzeit erinnert. Ich hab mir das nur an einer Schule angeschaut und bin dann wieder zurück, denn was ich da gesehen habe, hat mich echt erschüttert. Da sind 12 jährige schon mit Schnapsflaschen rumgelaufen und die Lehrer waren daneben. Und das waren nicht nur einzelne Schüler, sondern so ziemlich alle ab diesem Alter. Sozusagen ein legales Besaufen, denn die Polizei war auch nicht mehr wirklich nüchtern. Im Laufe des Tages wurden riesige Holzhaufen mitten auf die Straßen geräumt. Nach einem riesigen Gottesdienst auf der Burg wurden die ganzen Feuer angezündet. Wenn da irgendwas passiert wäre, denn das „saufen“ ging ja da weiter, wäre niemand durchgekommen. Echt krass, aber so sind sie die Spanier. ;-) Wir haben hier unser eigenes Feuer gemacht, das auch ganz schön war. Am Samstagmorgen kam dann der eigentliche Höhepunkt. Ein Umzug durch die Straßen von Arta. Ich bemerke, dass die Straßen hier extrem eng sind und die Zuschauen standen auch noch in den Straßen. Beim Umzug waren ca. 80 Pferde dabei, die mit einem immensen Tempo durch die Straßen geritten sind. Wäre da ein Pferd mal ausgebrochen, dann wäre da echt voll die Panik los gewesen. Ich hatte schon ganz schön schiss. Dann kamen ganz viele Pferde- und Eselkutschen. Die Leute hatten auch alle traditionelle Trachten und Kleidungen an. Dann folgten ganz viele Traktorenwagen, mit Leuten die ihre Berufe präsentierten. Natürlichen hatten auch alle eine Menge Alkohol intus.

Im Großen und Ganzen war das alles ganz nett, nur in Dtl. hätten sie so etwas nie zugelassen (Sicherheitsbestimmungen, Alkoholkonsum- kontrollen, etc.)


 
 

 Ich war mal wieder auf Tour. Leider kann ich davon nichts Spannendes berichten. Ich habe aber viele tolle Fotos gemacht, die ich dann auch auf die Fotoseite stelle. Ich habe einen superlangen Strandspaziergang gemacht und natürlich viele tolle Muscheln gesammelt. Langsam muss ich mir mal ein schönes Glas dafür kaufen, wäre echt zu schade wenn man sie sich nicht anschauen kann. Ich habe auch schon Kytesurfer gesehen. Mich wundert es ja, das die sich da nichts abfrieren. Das Wasser ist noch ziemlich kalt. Aber ich bin da ja ein bisschen empfindlich! ;-)

 

Also, Fotos anschauen!


 
 

So, wieder zurück im „warmen“ Spanien. Ich hoffe, ihr habt Weihnachten und Silvester gut rumgebracht und seit mit neuem Elan und neuer Motivation ins Jahr 2009 gestartet. Am 02.01.09 ging es für mich wieder zurück auf die Insel. Leider blieb mir, bis kurz vor dem Einstieg ins Flugzeug, der Schnee vergönnt. Ich habe so gehofft wenigstens ein bisschen Schnee über die Tage zu sehen. Naja, kurz vor dem Einstieg ins Flugzeug finge es dann an zu schneien und ich konnte ihn sogar noch berühren. Leider hat´s für mehr dann auch nicht gereicht.

Und mein erstes Erlebnis auf dem Flughafen war dann natürlich, dass irgend so ein Volldepp meine Tasche mitgenommen hat. Auf dem Gepäckband blieb nur eine einsame schwarze Tasche übrig. Die sah so aus wie meine, nur leider war die von einem gewissen Marco Schwarzer. Meine Tasche hatte ein sehr offensichtliches gelbes Band, aber wer Augen hat ist somit klar im Vorteil. Irgendwie habe ich mich dann auf englisch zu der easyjet Tante durchgewurschtelt. Die hat dann nur schnell meine Daten aufgenommen und ist dann verschwunden. Nachdem ich dann auf die Finca gefahren bin, hieß es nur noch: Abwarten und hoffen das der Typ nichts mit meinem Klamotten und Geschenken anfangen kann! ;-) Am nächsten Tag hatte ich dann zum Glück meine Tasche samt Inhalt zurück.

Gestern habe ich hier meinen ersten Feiertag miterlebt. Heute ist zwar der 6. Januar (Hl. 3 Könige) aber hier in Spanien kommen die schon am 05.01. Die Kinder bekommen dann erst ihre Geschenke, ist hier quasi das Weihnachtsfest. Ich bin nach Cala Ratjada gefahren, da hier die Hl. 3 Könige mit dem Schiff ankommen. Ist ja schon mal was ganz anderes, wenn man bedenkt, dass sie ja eigentlich durch die Wüste nach Betlehem gekommen sind. Der ganze Hafen ist ein riesiges Fest mit Bühne, Showprogramm etc. Die 3 landen dann mit dem Schiff und halten eine kurze Ansprache, leider habe ich nicht viel verstanden um was es dabei ging, jedenfalls wurde es auch politisch (soweit hat mein spanisch dann doch noch gereicht). Mit Musikkapelle gingen sie dann zu ihren Umzugswagen, jeder König hatte dazu einen eigenen, wunderschön gestalteten Wagen. Und dann ging der Umzug durch die ganze Stadt los. Die Könige warfen für die Kinder Bonbons in die Menge und ich hörte meine ersten Weihnachtslider hier in Spanien. Also alles extrem riesig und protzig aufgezogen. Erinnert schon fast an diese Karnevallsumzüge, aber wie ich miterleben durfte, ist das in jedem größeren Ort hier so. Denn auch in Arta waren die Straßen gespeert und die 3 Könige sind mit Pferden und extrem aufwändig „gestylt“ durch die Straßen geritten. Ist wirklich ein mega Ereignis.

In Dtl sind es ja gerade sehr viele Minusgrade, da kann ich euch beruhigen. Wir haben hier auch kein super Wetter. 10 Grad und regen. In der Nacht wird es allerdings auch kälter, aber gefroren hat es bei uns noch nicht!

Ich hoffe ihr friert nicht zu dolle!!! ;-)


 
 

Gestern Abend hat es angefangen zu regnen und zu stürmen. Dies hat sich auch in der Nacht fortgesetzt, so dass heute morgen alles unter Wasser stand. Ich musste heute morgen nach Cala Ratjada zum Spanischunterricht und bin unterwegs fast weggeweht worden. Der Sturm war ziemlich stark. Die Straßen standen z.T. komplett unter Wasser, so auch die Zufahrt zu unserer Finka und ich habe heute morgen einfach nur gehofft, das mein Auto da durch kommt. Ständig fuhr hier die Feuerwehr und der Rettungsdienst. Die Menschen hier sind solch ein Wetter eben nicht gewöhnt! Auch trägt die spanische Bauweise sein übriges dazu bei, denn das Wasser kann einfach nicht ablaufen. Gestern gab es hier auch Schnee. Leider nur stellenweise, so dass ich ihn nicht gesehen habe! Die Temperaturen sind auch ziemlich gefallen. Heute waren es auch nur 6grad. Ich hoffe einfach das in dieser Nacht der Sturm und der Regen ein bisschen nachlassen und wir morgen vielleicht wieder die Sonne sehen. Den Schnee vermisse ich schon ein wenig, aber ich hoffe einfach auf weiße Weihnachten...